Menü öffnen
„mein Ramelow” – Smartphone App

Kurzbeschreibung

Für das Modehaus Ramelow haben wir eine Smartphone App entwickelt, mit der Kunden ihren persönlichen Draht zu Ramelow aufbauen und das Einkaufserlebnis unterstützen können. Ramelow präsentiert dafür die neuesten Modetrends, Look of the Weeks, Veranstaltungen und vieles mehr. Die Nutzer können sich Produkte abspeichern, direkt mit Modeexperten chatten und Vorteile wie Bonuscode und Giveaways nutzen.

Die Aufgabe – Zuhören und aufnehmen

Ramelow ist ein etabliertes Modehaus aus Norddeutschland mit großer Stammkundschaft. Mit lokal fest verankerten Filialen, die eine angenehme, persönliche Atmosphäre schaffen und klassischen Mitteln wie Kundenkarte, Gewinnspiele und Veranstaltungen schafft Ramelow es seit jeher, Stammkunden zu halten und Neukunden zu gewinnen. Mit Blick auf die Zukunft kann man diese Mittel, die insbesondere online affine Zielgruppen immer weniger ansprechen, in Frage stellen. Vor diesem Hintergrund kam Ramelow auf uns zu mit dem Wunsch nach einer Smartphone App.

Eckpunkte

www.ramelow.com
Gustav Ramelow KG
Elmshorn
Projektlaufzeit: 6 Monate

Appstore Link Playstore Link

Die Problemstellung – Verstehen und entdecken

Mit dem Ziel die antizipierte Problemstellung genauer zu analysieren und aus der vagen Idee eine konkrete Vorstellung der App zu entwickeln, haben wir einen intensiven Kreativworkshop konzipiert und gemeinsam mit dem Kunden und externen Beratern aus dem Fashionbereich abgehalten. Dabei wurde zunächst gemeinsam eine Projektvision entwickelt, die fortan als Zielsetzung und zum stetigen Abgleich des Erarbeiteten diente.

Projektvision

Die Ramelow App unterstützt das Einkaufserlebnis vorrangig für webaffine Leute, indem es maßgeschneiderte Mehrwerte für den einzelnen Nutzer bietet: Informationen, die wirklich interessieren, emotionale und inspirierende Produktdarstellungen, immer die neusten Sparangebote und unterhaltsame Aktionsspiele. Shoppen bei Ramelow soll damit mehr werden als bloßes Einkaufen. Über die installierte App auf dem Smartphone des Kunden besteht eine regelmäßige und direkte Verbindung zu Ramelow. Mit der App sollen außerdem alle Vorteile der bisherigen Kundenkarte genutzt werden können und somit auch Kunden incentiviert werden, welche bisher für die Nutzung der analogen „Kunststoffkarte” nicht begeistert werden konnten.

Für eine fundierte Analyse der Problemstellung und eine erfolgreiche Lösung durch eine App ist es unserer Meinung nach immer erforderlich die Anwenderperspektive möglichst frühzeitig ins Zentrum der Überlegungen zu stellen. Aus diesem Grund bestand ein wesentlicher Teil des Workshops aus der Entwicklung und Priorisierung von Personas: Wie kaufen Ramelow Kunden Mode? Welche Wünsche, welche Probleme haben sie dabei? Wo und wie kaufen sie Mode außer bei Ramelow? Shoppen sie im Internet? usw. Mit Hilfe dieser Technik konnten wir schnell konkrete Nutzerbedürfnisse, Nutzungsszenarien und damit verbundene Potentiale für die App herausarbeiten. Diese Erkenntnisse mündeten schließlich in konkreten Funktionen der App, die geclustert und priorisiert wurden und im Anschluss als Vorlage für die Erstellung eines Storyboards dienten.

Personas ist ein User Experience Modell, bei dem fiktive, prototypische Menschen, die stellvertretend für eine Nutzergruppe stehen, entworfen werden. Eigenschaften und Verhalten dieser Personen werden konkret beschrieben und dienen einem besseren Verständnis für diesen Nutzer. Das Entwicklerteam kann so das Nutzerverhalten analysieren und Bedürfnisse aufgreifen.

Die Realisierung – Lösen und erschaffen

Die Realisierung der App begann zunächst zweigleisig: Einerseits wurde das Look&Feel erarbeitet und damit die Oberfläche der App, andererseits wurde der Techstack angelegt und damit das Grundgerüst der App.
Für die Entwicklung des Look&Feels wurden drei Designmoodboards erstellt und dem Kunden präsentiert. Auf dieser Grundlage entstand schnell eine zielführende Diskussion um die Gestaltung der App und die grundlegenden Designentscheidungen konnten getroffen werden. In einem folgenden Designsprint wurde die festgelegte Richtung der Gestaltung in mehreren Screens der App ausgestaltet. Das Ergebnis brachte den Kunden ein gutes Stück weiter, um einen Eindruck der fertigen App zu bekommen und wichtige strategische Entscheidungen treffen zu können.

Der Techstack wurde so gewählt, dass der Wunsch des Kunden nach einer nativen App sowie das gesetzten Budget und die Zeitplanung berücksichtigt wurden. Die Wahl fiel auf React Native. (Wobei der Fokus zunächst auf iOS gesetzt wurde, und es das Ziel war, später auch Android mit geringem Aufwand bedienen zu können.)

Die weitere Entwicklung der App erfolgte agil nach Scrum, wobei weluse ein Team von zwei Entwicklern, einem Interface Designer sowie einem Scrum Master stellte. Diese Teamkonstellation sorgt nach unserer Erfahrung für einen schnellen und zielgerichteten Prozess, da Wege zwischen Entwicklung, Design und Konzeption kurz sind und agil erfolgen können. So erfolgte die weitere Designausarbeitung im Sprint und wurde direkt umgesetzt.

Eine erste funktionsfähige Version der App entstand in sehr kurzer Zeit. Mit diesem Zwischenergebnis wurden einige Nutzertests durchgeführt, um Annahmen zu verifizieren und Feedback einzusammeln. Dabei haben wir ein kurzes Interview konzipiert und vor Ort im Ramelow Modehaus Heide diverse Nutzer befragt. Eine so frühzeitige Evaluationsphase bietet die Chance Nutzerfeedback auch wirklich im Entwicklungsprozess integrieren zu können. Somit konnten wir kleine Korrekturschleifen drehen und damit die Chance auf eine erfolgreiche App steigern.

In weiteren Sprints wurden diverse Detailfunktionen integriert wie Merkliste, Nutzerprofil inklusive digitaler Kundenkarte, Integration von Coupons und die Filialdarstellung. Schließlich wurde die App Entwicklung für eine Android Version übernommen, was mit React Native innerhalb weniger Tage möglich war.

Ein Designmoodboard ist eine Zusammenstellung verschiedener Designelemente zu einem Gesamtbild, das in erster Linie eine Stimmung transportieren soll. Mit Hilfe dieser Methode können schnell Designentscheidungen getroffen und das Design daraufhin ausgearbeitet werden.